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  Festsetzungen  

Bebauungsplan Nr. 14 - 1993 Teil 2 Wohngebiet "Braunschweiger Straße / Sienauer Weg"
Stand: 2. Änderung


Textliche Festsetzungen

§ 1 Allgemeine Wohngebiete

  1. Im Plangebiet sind Nutzungen nach § 4 (3) BauNVO nicht zulässig. § 1 Abs. 6 BauNVO
     
  2. Innerhalb der Baugebiete darf die zulässige Grundfläche durch die in § 19 (4) Ziffer 1-3 BauNVO genannten Anlagen um max. 25 % überschritten werden. § 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i.V. mit § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO
     
  3. nicht besetzt

§ 2 Grünordnung

  1. Ausgleichsmaßnahmen
    Alle zeichnerischen und textlichen Festsetzungen nach § 9 (1) Nr. 15, 16, 20 und 25 BauGB dienen der Kompensation für Eingriffe in Natur und Landschaft. § 8a BNatSchG
     
  2. Öffentliche Grünflächen
    § 9 Abs. 1 Nr. 15 i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 25a BauGB
     
    1. Öffentliche Grünflächen - "Grünverbindung", "Parkanlage" und "Regenrückhaltebecken"
      Die öffentlichen Grünflächen GF 1 bis GF 9 mit der Zweckbestimmung "Grünverbindung", "Parkanlage" und "Regenrückhaltebecken" sind unter Einhaltung der Bestandsvegetation naturnah zu gestalten. Sie sind zur Pflege und Entwicklung unterhaltungspflichtig.
      Innerhalb der öffentlichen Grünflächen ist die Anlage von Fuß- und Radwegen zulässig.
      Auf den öffentlichen Grünflächen sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
       
      1. öffentliche Grünflächen GF 1, GF 2, GF 3 - Grünverbindung
        nicht besetzt
         
      2. öffentliche Grünfläche GF 4, GFA 5 - Grünverbindung
        nicht besetzt
         
      3. öffentliche Grünfläche GF 6 - Parkanlage
        nicht besetzt
         
      4. öffentliche Grünfläche GF 7 - Regenrückhaltebecken
        Die Grünfläche GF 7 ist naturnah zu gestalten. Das Regenrückhaltebecken muss eine geschwungene Uferlinie aufweisen und ist mit 1 Baum und 2 Sträuchern der Pflanzliste 2 je angefangene 2 m Uferlinie zu bepflanzen. Die verbleibende Fläche ist zu mindestens 50 % mit Gehölzen der Pflanzliste 1 zu bepflanzen. Die Pflanzdichte ist mit
        - 2 Bäumen der I. Ordnung oder
        - 3 Bäumen der II. Ordnung oder
        - 15 Sträuchern
        je angefangene 100 m² einzuhalten. Die Gehölze sind als Gehölzgruppen zu je 3 bis 5 Pflanzen zu setzen.
         
      5. öffentliche Grünfläche GF 8 - Grünverbindung
        nicht besetzt
         
      6. öffentliche Grünfläche GF 9 - Parkanlage
        nicht besetzt
         
    2. öffentliche Grünfläche - Kinderspielplatz
      Auf der Grünfläche - Kinderspielplatz sind Bäume (Zierapfel oder Zierkirsche) und Sträucher der Pflanzliste 4 mit Ausnahme der toxischen oder verletzungsgefährdenden Pflanzenarten zu verwenden. Die Pflanzdichte ist mit 1 Baum und 3 Sträuchern je angefangene 100 m² einzuhalten.
       
  3. Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB
    Auf der Fläche für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft sind folgende Maßnahmen durchzuführen:
    Die Fläche ist mit Bäumen und Sträuchern der Pflanzliste 1 naturnah zu bepflanzen. Die Pflanzdichte ist mit 2 Bäumen und 10 Sträuchern je angefangene 100 m² einzuhalten. Die Gehölze sind als Gehölzgruppe zu je 3 bis 5 Pflanzen zu setzen. Die verbleibende Fläche ist als Sukzessivfläche zu belassen.
     
  4. Fläche zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern § 9 Abs. 1 Nr. 25a BauGB
     
    1. öffentliche Verkehrsflächen
      Die öffentlichen Verkehrsflächen sind wie folgt zu bepflanzen:
       
      1. Braunschweiger Straße
        nicht besetzt
         
      2. Sienauer Weg
        nicht besetzt
         
      3. Wohnwege
        nicht besetzt
         
    2. Flächen zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB
      Die mit F 1 festgesetzte Fläche ist vollflächig mit Gehölzen der Pflanzliste 1 zu bepflanzen, davon 25 % mit Bäumen der II. und III. Ordnung als Heister und 75 % mit Sträuchern oder freiwachsenden Hecken. Für die Bepflanzungen ist ein Pflanzabstand innerhalb der Reihe sowie zwischen den Reihen von höchstens 1,25 m einzuhalten. Der Laubgehälzbestand ist bei den Ermittlungen zu berücksichtigen.
       
  5. Flächen mit Bindungen für Bepflanzung und für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie Gewässern § 9 Abs. 1 Nr. 25 b BauGB
    Die als "zu erhaltender Baum" festgesetzten Bäume sind bei Abgang durch Neupflanzungen von Bäumen der I. Ordnung der Pflanzliste 1 zu ersetzen. Der Baum muss einen Stammumfang von mindestens 18 cm in 1 Meter Höhe über dem Erdboden zum Pflanzzeitpunkt aufweisen.
     
  6. Pflanzlisten
     
    1. Pflanzliste 1
      Acer campreste - Feldahorn
      Acer platanoides - Spitzahorn
      Aesculus hippocastanum - Rosskastanie (nur GF 9)
      Carpinus betulus - Hainbuche
      Cornus mas - Kornelkirsche
      Corylus avellana - Hasel
      Crataegus laevigata - Zweigriffeliger Weißdorn
      Crataegus monogyna - Eingriffeliger Weißdorn
      Euonymus europaeus - Pfaffenhütchen
      Fraxinus exelsior - Esche
      Lonicera periclymenum - Wald-Geißblatt
      Lonicera xylosteum - Rote Heckenkirsche
      Malus sylvestris - Wild-Apfel
      Pinus syllvestris - Wald-Kiefer
      Prunus spinosa - Schlehe
      Pyrus pyraster - Wild-Birne
      Quercus robus - Stiel-Eiche
      Ribes nigrum - Schwarze Johannisbeere
      Rosa canina - Hunds-Rose
      Sambucus nigra - Schwarzer Holunder
      Sorbus aucuparia - Eberesche
      Tila cordata - Winter Linde
      Ulmus minor - Feld-Ulme
       
    2. Pflanzliste 2
      Ainus glutinosa - Schwarz Erle
      Betula pubescens - Moor Birke
      Frangula alnus - Faulbaum
      Populus nigra - Schwarz Pappel
      Salix aurita - Ohr Weide
      Salix fragilis - Bruch Weide
      Viburnum opulus - Gewöhnlicher Schneeball
       
    3. Pflanzliste 3
      nicht besetzt
       
    4. Pflanzliste 4
      Amelanchier laevis - Kahle Felsenbirne
      Amelanchier lamarckii - Kupfer Feisenbirne
      Carpinus betulus - Hainbuche
      Chaenomelis japnica - japanische Zierquitte
      Cornus mas - Kornelkirsche
      Corylus avellana - Haselnuss
      Crataegus in Arten - Weiß- und Rotdorn
      Euonymus europaea - Pfaffenhütchen
      Hamamelis in Arten - Zaubernuss
      Mahonia aquafolium - Mahonie
      Malus floribunda (in Sorten) - Zierapfel
      Prynus sargentii Accolade - Zier Kirsche
      Ribes nigrum - Schwarze Johannisbeere
      Sorbus intermedia - schwedische Mehlbeere
      Syringa in Arten - Flieder
      Viburnum in Arten - Schneeball
       
  7. Niederschlagswasser
    Innerhalb der Baugebiete sind auf den jeweiligen Baugrundstücken geeignete Flächen vorzuhalten, auf denen mindestens 50 % des Niederschlagswassers verdunsten oder versickern kann. § 9 Abs. 1 Nr. 16 BauGB

§ 3 Umgrenzung von Flächen, die von Bebauung freizuhalten sind

nicht besetzt

§ 4 Geh-, Fahr- und Leitungsrechte

  1. Leitungsrechte
    Innerhalb der mit Leitungsrechten belasteten Flächen sind die gültigen Bestimmungen der Versorgungsträger einzuhalten. Für die Schutzzonen der oberirdischen Hochspannungsleitungen gilt Satz 1 entsprechend. § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB
  2. Geh- und Fahrtrechte
    Innerhalb der öffentlichen Grünfläche - Kinderspielplatz (südlich des festgesetzten Mischgebietes) ist ein 3 m breites Geh- und Fahrrecht zur Bewirtschaftung der östlich an den Spielplatz angrenzenden Fläche (Flurstück 85/2, Flur 38) festgesetzt. § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB

HINWEISE

Rechtsgrundlage
Für die Festsetzungen des Bebauungsplanes gilt die BauNVO in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.01.1990 (BGBl. I S. 132) zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom T. 22.04.1993 (BGBl. I S. 466).

Altlasten
nicht besetzt

Archäologisches Kulturdenkmal
Bei dem archäologischen Kulturdenkmal handelt es sich um Siedlungen aus der Bronze-, Römischen Kaiserzeit und des Mittelalters. Daher sind folgende Auflagen einzuhalten:
"Vor Beginn jeglicher Bau- und Erschließungsarbeiten muss eine archäologische Ausgrabung stattfinden, deren Kosten nach DSchG-LSA der Veranlasser der Bauarbeiten zu tragen hat. Der Beginn von Erdarbeiten ist 14 Tage vorher der unteren Denkmalschutzbehörde anzuzeigen. Die bauausführenden Betriebe sind auf die Einhaltung der gesetzlichen Meldefrist im Falle unerwartet freigelegter archäologischer Funde und Befunde hinzuweisen. Die Befunde mit Merkmalen eines Kulturdenkmals sind bis zum Ablauf einer Woche nach Anzeige unverändert zu lassen." Innerhalb dieses Zeitraumes wird über die weitere Vorgehensweise entschieden.


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