Städtisches
Neujahresempfang der Hansestadt Salzwedel - Ereignis mit langanhaltend-optimistischem Eindruck
Der diesjährige Neujahrsempfang durch die Oberbürgermeisterin der Hanse- und Baumkuchenstadt Salzwedel ist schon wieder Geschichte und wird doch auf lange Sicht bestärken. Stattgefunden hat er im schönen Ambiente des Salzwedeler Kulturhauses - mit Begrüßung durch die Stadtwache an Feuerschalen, dem Gang über den Roten Teppich, dem Empfang durch Sabine Danicke, dem attraktiven und köstlichen kalten, warmen - und Kuchenbuffet vom Team des Kulturhaus-Restaurants um Einar Krause und der charmant unterhaltenden, fast zum Tanzen einladenden Musik von „Salon Pernod“ aus Halle. Der herzerfrischende Eindruck vom optimistischen, mit Fakten belegten Blick der Stadtchefin auf all das, was auch in diesem Jahr wieder gemeinsam möglich ist, war ein gelungener Start ins neue Jahr. Bereits an diesem Abend betrug der Spendenstand für zu unterstützende Projekte 7.610 € …
Schöner Einstieg in die Rede des Stadtoberhauptes war auf der Bühne die originelle Begrüßung der Gäste durch den Salzwedeler Hansekaufmann und die erstmals mitwirkende Salzwedeler Baumkuchenkönigin.
Lesen Sie dazu im Anhang den Wortlaut der Rede und der Laudatio der Oberbürgermeisterin.
Dank an alle, die tatkräftig für Salzwedel gewirkt haben, erreichte Ergebnisse 2011 sowie Mut und Impulse auf den weiteren Weg – all das vermittelte Sabine Danicke ebenso leidenschaftlich und herzlich wie den Dank an die Sponsoren Volksbank Uelzen-Salzwedel und Sparkasse Altmark West, alle Mitwirkenden des Abends und: ihre überraschenden Ehrungen besonders verdienstvoller visionärer Bürger und Unternehmer, (die sogleich versicherten, sich weiter zu engagieren.)
Gespannt waren die rund 250 Gäste auch auf die Worte des einstigen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Professor Wolfgang Böhmer.
Er blickte auf Jahrzehnte bundesdeutscher, weltweit beeinflusster Entwicklung sowie auf Erfahrungen eigener Politikerjahre als Finanzminister und neun Jahre als Ministerpräsident zurück. Er resümierte u.a., dass letztlich `nicht „Finanzhaie“ und Banken an der Krise schuld seien, sondern Länder mit ihren oft unzureichenden Haushalts-und Tilgungsplan-Beschlüssen.` Er erinnerte ermutigend daran, dass `die Schwierigkeiten Anfang der 90er Jahre in Sachsen-Anhalt weit größer waren – mit dem Zusammenbruch von fast 67% der Wirtschaft. Und dennoch habe sich unser Land mit viel Unterstützung anderer Bundesländer aber auch mit viel fleißiger eigener Arbeit, auf die alle Sachsen-Anhalter stolz sein können, wieder aufgerappelt; auch wenn das Bruttoinladsprodukt im Vergleich zu anderen Bundesländern noch weiter steigen müsse... Zudem müsse das Land - wie die Kommunen - einst notwendige Kredite endlich wieder loswerden`, denn `was könnten wir uns für die aktuellen Zinsen alles leisten!` `Ein Land, das keine Schulden hat, kann nicht getrieben werden und wird Situationen wieder selbst steuern können.`
Nach `woanders oft erlebter Jammerei freue er sich, mit der Salzwedeler Stadtchefin jemanden zu erleben, der Sinn im gemeinsamen Tun, im Mitmachen … im agilen und frühzeitigen Gestalten sieht`, ...`wo anderwärts noch so manches erklärt werden muss.`
Professor Böhmer zeigte sich überrascht über immerhin 48 Ortsteile der Hansestadt und war überzeugt, `dass die Oberbürgermeisterin auch zukünftig in der Lage sei, die Situation für das nötige Zusammenwachsen der Region zu entwickeln.` Er stimmte Sabine Danicke auch darin zu, dass `der Bau ordentlicher Straßenanbindungen (der durch Demokratie-bedingtes Anhören von Meinungen schwierig ist) und `die Entwicklung der Infrastruktur für die Wirtschaft von größter Bedeutung seien.` Er `beglückwünschte das Stadtoberhaupt der Hansestadt `zu seinen Mitarbeitern und den Männern und Frauen in den vielen genannten Gremien` und beschrieb die Salzwedel betreffenden Bemerkungen der Bundeskanzlerin im Baden-Württembergischen Wahlkampf 2011 als „sehr unglücklich verklickert“.
Prof. Wolfgang Böhmer sprach über die Dringlichkeit der Vernetzung von Hochschulen/ Forschung und Unternehmen, das nötige Verschwinden bitterer Pillen für die Kommunen in der Steuergesetzgebung, über die jahrzehntelange Entwicklung von Subventionen in der Landwirtschaft, das große Lob für stark exportierende Betriebe, wie KRAIBURG Relastec und die -für alle Produzenten gültige - Notwendigkeit guter Verkaufstechnik im weltweiten Wettbewerb. Auch er ermutigte alle Bürgerinnen und Bürger, `sich mehr einzubringen – selbst, wenn nicht alles geht, wenn wir Defizite zulassen müssen und die Diskussion, was denn nun das Gute ist, aushalten müssen.`
Er unterstrich das, gerade weil es `Tatsache ist, dass die Wahlbeteiligung gleich nach der Wende 97 % betrug – aber aktuelle Feuerwehrleute mit 87% obenan – und Politiker mit 6% weit hinten in der Vertrauenswürdigkeits-Skala stünden.`
Ebenso resümierte der einstige Ministerpräsident, dass Sachsen-Anhalt zwar als erstes Bundesland einen Rechtsanspruch auf einen Kindertagesstätten-Platz zu bieten hatte – und dennoch erleben musste, dass junge Familien einem ordentlichen Arbeitsplatz hinterherziehen.`
Er stellte fest, dass `uns neben dem geschützten und dem hochqualifizierten noch mehr für einen – notwendig bleibenden - gestützten Arbeitsmarkt einfallen muss. `Es müssten Chancen geboten werden, sich mit eigenen Leistungen hervorzutun, es macht nämlich Freude, etwas aufzubauen und Erfolg zu haben.` Der über die Parteigrenzen geschätzte Gastredner, hoffte nach seinen interessanten, ausholenden Argumentationen, das alle Hansestädter die Aufgaben für 2012 erkennen und erfolgreich umsetzen werden, schloss sich den guten Wünschen von Salzwedels Oberbürgermeisterin an und ließ durchblicken, dass er die optimistischen Salzwedeler und ihre Stadtchefin sicher nicht das letzte Mal besucht hat.
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