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veröffentlicht am: 03.03.2026

Landrat und Bürgermeister informierten in Cheine

Auf der Straße Molochsberg in Cheine sind Quecksilber-Verunreinigungen gefunden worden. Am Abend des 24.02.2026 rief eine Spaziergängerin die Polizei - seitdem sind das Umweltamt des Altmarkkreises sowie die Hansestadt Salzwedel involviert. Am 02.03.2026 informierten Landrat und Bürgermeister über die Sachlage.

Landrat Steve Kanitz (stehend l.) und Bürgermeister Olaf Meining informierten in Cheine

Die Einwohner von Cheine und besonders die direkten Anlieger am Molochsberg haben Fragen, sind besorgt über mögliche Einwirkungen auf Mensch und Tier. Das wurde während der Informationsveranstaltung deutlich, die von der Hansestadt Salzwedel und dem Altmarkkreis am Montagabend organisiert wurde.

Landrat Steve Kanitz und Bürgermeister Olaf Meining informierten über den Ablauf seit dem Zeitpunkt der Meldung. Am selben Abend noch wurden die sichtbaren Verunreinigungen durch eine Fachfirma abgesaugt. Doch im weiteren Verlauf zeigte sich, dass die Quecksilber-Verunreinigung weiträumiger ist, als zuerst angenommen. Daher auch die eindringliche Bitte, die Absperrungen zu beachten. Denn diese sind in den Tagen nach ihrer Errichtung beiseite geräumt worden. 

Die Absperrung wurde am Montag, 02.03., nochmals deutlich verstärkt worden, auch sind die Hinweisschilder noch konkreter gestaltet, um auf die mögliche Gefahr hinzuweisen. Nicht das einzige, was intensiviert wird: "Es werden neue Proben in tieferen Schichten entnommen", kündigte Landrat Kanitz am Montagabend vor rund 50 interessierten Einwohnern an. Nach dem Entfernen des oberflächlichen Quecksilbers hatte sich herausgestellt, dass auch im Erdreiche Verunreinigungen feststellbar sind. Daher hatte der Landrat am Sonnabend den CBRN Trupp angefordert, der in Kalbe stationiert ist.

Ramòn Rulff, Leiter des Gesundheitsamtes des Altmarkkreises, war ebenfalls anwesend und informierte über mögliche Gefahren durch Quecksilber. Er machte dabei deutlich, dass ein Anhaften an Schuhwerk oder Kleidung zwar möglich ist, aber das Quecksilber sehr schnell wieder abfallen würde. Auch eine Aufnahme durch die Luft ist zwar möglich, aber wenig wahrscheinlich da es sich nicht um einen geschlossenen Raum handelt und das verdampfte Quecksilber so sehr schnell verweht.

Die Bewohner des Bereichs Molochsberg werden demnächst vom Gesundheitsamt angesprochen werden, denn sie sollen in das Monitoring des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAV) Sachsen-Anhalt eingebunden werden, informierte Rulff noch weiter.

Für Landrat und Bürgermeister war klar: "Wir werden die Verunreinigungen beseitigen". Am Abend kam auch die Frage nach dem Verursacher auf. Dazu konnten weder Altmarkkreis noch Hansestadt etwas mitteilen, doch die Polizei ermittelt bereits. Daher rief Landrat Kanitz auch dazu auf, Hinweise oder Beobachtungen an die Polizei zu melden. Diese hat bereits die Ermittlungen aufgenommen. 

Information Quecksilber:

Es ist eine silbrig glänzende Substanz, die bei einer Temperatur ab ~ 20 Grad oder direkter Sonneneinstrahlung ausgasen kann. Die gesundheitliche Hauptgefahr besteht im Einatmen der Dämpfe bei unmittelbarer Nähe oder bei Hautkontakt. Im Freien verdünnt sich Quecksilber rasch.

Ein kurzer Aufenthalt im Freien in der Nähe des Quecksilbers stellt in der Regel keine Gesundheitsgefahr dar. Personen, die sich längere Zeit direkt im Nahbereich der Verunreinigung aufgehalten haben oder die Kontakt mit der Substanz hatten, sollte:

  • vorsorglich die Kleidung wechseln
  • Hände und ggf. betroffene Hautstellen gründlich mit Wasser und Seife reinigen
  • bei Beschwerden wie Reizhusten, metallischem Geschmack oder Vergiftungssymptomen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall einen Arzt aufsuchen.