Hansestadt Salzwedel - Die Baumkuchenstadt
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veröffentlicht am: 12.08.2020

Holzscheibe wieder in der Hansestadt Salzwedel

Eine aufwändig geschnitzte Holzscheibe, die das Wappen der Hansestadt Salzwedel zeigt, ist unlängst wieder zur Hansestadt zurückgekommen.

Die Holzscheibe ist höchstwahrscheinlich aus den 1930er Jahren

1945 hat der Stiefvater von Stephen Coombs die Schnitzerei mitgenommen. Er war als Soldat der englischen Armee nach Deutschland gekommen und hat das Holzstück als Souvenir mitgenommen. Nach 75 Jahren meldete sich der Schwiegersohn bei der Stadtverwaltung, da er das Kunstwerk gerne der Stadt zurückgeben wollte. Dies geschah dann auch, seitdem ist die Holzdekoration wieder in seiner Heimatstadt.

Stadtarchivar Steffen Langusch vermutet als Entstehungsjahr die Zeit um 1935. Höchstwahrscheinlich fertigte der Salzwedeler Holzbildhauer Eduard Heinemann das Kunstwerk. Wie die Salzwedeler Stadtnachrichten 1939 berichteten, war Heinemann von ehemals drei Holzbildhauern der letzte, der seine Zunft am Leben erhielt. Der Holzbildhauermeister, der aus Berlin nach Salzwedel kam und sich in der Salzwedeler Mittelstraße selbstständig machte, hat zahlreiche dekorative Dinge aus Holz geschaffen. Im Juli 1951 verstarb Eduard Heinemann im Alter von 78 Jahren.

Die holzgeschnitzte Scheibe mit dem Salzwedeler Stadtwappen in der Mitte wird einen dekorativen Platz im Salzwedeler Rathaus finden. Ein Dankeschön geht an Stephen Coombs aus Oswestry, der das schön ausgearbeitete Stück wieder der Hansestadt zurückgab.