Weltmeisterlicher Jahresempfang im Kulturhaus
Der Jahresempfang der Hansestadt Salzwedel vereinte am Freitag, 13.03.2026, viele verschiedene Themen: so war natürlich der traditionelle Rückblick von Bürgermeister Olaf Meining, verbunden mit aktuellen Themen und seinem Ausblick auf geplante Schwerpunkte ein Kern des Empfangs. Doch zeigte auch Innenministerin Dr. Tamara Zieschang, verantwortlich für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt Eckpunkte auf, die für unser Bundesland wichtig sind. Zivilschutz und damit einhergehend mehr Resilienz, sprich die Festigung der Zivilgesellschaft gegen Katastrophen und mehr Vorsorge. Auch die notärztliche Versorgung im Land, die bessere Festlegung der Hubschrauberstandorte waren Inhalte ihrer Rede, die sie vor einem vollen Kulturhaussaal hielt.
Salzwedels Bürgermeister Olaf Meining hatte mit der Innenministerin Dr. Tamara Zieschang sowie der Europa-Abgeordneten Sabrina Repp, als SPD-Abgeordnete zuständig für Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt politische Schwergewichte eingeladen. Die beiden Politikerinnen zeigten sich umgänglich, so war Dr. Zieschang nach dem offiziellen Teil noch lange im angeregten Gespräch mit Feuerwehrkameraden zu sehen, Repp ging ebenfalls direkt auf die Gäste des Empfangs zu, stellte sich vielen Fragen zu ihrer Arbeit. Die überzeugte Europäerin Sabrina Repp warb zuvor in einem kurzweiligen Bühnengespräch mit Olaf Meining dafür, die EU nicht als selbstverständlich anzusehen. "Ja, es ist oft kompliziert", machte sie deutlich, dass sie und ihre Abgeordnetenkollegen sehr wohl wissen, dass die europäische Parlamentsarbeit nicht immer leicht zu erklären sei. Daher war es Sabrina Repp sehr wichtig, ins Gespräch zu kommen, zu erläutern und Fragen zu beantworten.
Der zwanglose Charakter des Jahresempfangs, der nach dem offiziellen Teil ausdrücklich den Austausch vorsah, bot dafür ideale Bedingungen. Doch bevor es dazu kam, hatte Bürgermeister Olaf Meining mit seinem Team noch einiges an Überraschungen in petto. Ausdrücklich lobte Meining in seiner Rede, die er wie gewohnt mit Headset und lockerer Manier vornahm, die Geschäftsleute und Unternehmen der Region. "Sie sind hier vor Ort, sie schaffen Arbeitsplätze, sie sorgen für die Wertschöpfung", betonte der Bürgermeister der Hansestadt Salzwedel. Er dankte für ihr Engagement und ihre Arbeit, die in diesen herausfordernden Zeiten alles andere als leicht ist.
Neben Politik und Wirtschaft spielte auch die Kultur eine große Rolle. Dies wurde auf der Bühne in Form der Band "Jambed" sichtbar gemacht. Den drei drei jungen Männern aus Lüchow und Salzwedel war die Spielfreude deutlich anzumerken. Sie erhielten für ihre Live-Musik immer wieder lautstarken Applaus.Den hatte sich auch Ester Sochakova verdient. Die gebürtige Ukrainerin lebt seit vier Jahren in Salzwedel und verwöhnte die Gäste im Foyer des Kulturhauses mit Klaviermusik.
Aber dann gab es noch einen Tisch mit Kerzenleuchter auf der Bühne. Was könnte es damit auf sich haben, fragten sich nicht wenige der über 240 Gäste des Jahresempfangs. Das Geheimnis wurde gelüftet, als Olaf Meining Dr. Tamara Zieschang auf die Bühne bat mit den Worten: "Sie sind ja die Ministerin für Inneres und für Sport. Und um Sport geht es jetzt im Besonderen." Denn der in einem Salzwedeler Ortsteil ansässige Martin Scheibe hatte im Oktober vergangenen Jahres den Weltmeistertitel im Jiu-Jitsu erkämpft. Eine tolle Leistung, die mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Hansestadt Salzwedel gewürdigt wurde. Der sichtlich überraschte Martin Scheibe unterschrieb unter Applaus der Gäste im Goldenen Buch. Auch die Innenministerin und die EU-Abgeordnete trugen sich ein. Bürgermeister Olaf Meining sagte mit einem Augenzwinkern: "Ein weltmeisterlicher Jahresempfang".
Die Präsentation der neuen Homepage der Hansestadt sowie des Kulturhauses und der Mönchskirche reihte sich ein in die vielen Überraschungen des Abends. Für viele Lacher sorgte das Geschenk von Bürgermeister Meining an Dr. Zieschang: eine schwarze Tasche. Dabei spielte Meining auf die Parteifarbe der Ministerin an (CDU-schwarz), allerdings trug die Tasche den Aufdruck der Salzwedeler Künstlerin, die das Accessoire entworfen hatte: "fröhliches Schwarz". Vielleicht, so der nicht ernst gemeinte Vorschlag des Bürgermeisters, ein künftiges Parteimotto...? Überrascht waren auch die Fachbereichsleiter seiner Verwaltung, die er alle einzeln aufrief. Denn er bedankte sich dafür, dass sie seine, so Meining wörtlich, "oft spontanen Eingebungen mitmachen und gut umsetzen." Einen großen Blumenstrauß erhielt dann die Person, die "mir zur Seite steht und ohne die ich das alles nicht schaffen würde": seine Frau Nadine. Langanhaltender Applaus des Publikums würdigte diese Geste.
Mit einem tollen Finger-Food-Angebot vom Salzwedeler "heimart" sowie viele Gespräche in den Räumlichkeiten des Kulturhauses ging dann am Freitagabend der Jahresempfang zu Ende. Das Ziel der Veranstaltungsreihe, Kultur, Wirtschaft und Politik in Gespräche zu bringen war voll erreicht worden.