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Geflügelpest an den Stapelteichen nachgewiesen

Am 01. April 2026 wurde dem Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit Sachgebiet Veterinärwesen durch eine aufmerksame Bürgerin der Fund einer toten Wildgans im Bereich der Hoyersburger Stapelteiche gemeldet. Noch am selben Tag erfolgte das Aufsuchen und Bergen des Tieres durch zwei Mitarbeiter des Sachgebietes Veterinärwesen. Die Bergung gestaltete sich schwierig, da sich die Wildgans im Schilfbereich auf dem Wasser verfangen hatte. Am 02. April 2026 wurde die geborgene Wildgans mittels Kurier an das Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal (LAV) zur Untersuchung eingesendet.

Mit Datum vom 07. April 2026 wurde der Befund durch das LAV Stendal übermittelt: Die untersuchte Probe wurde positiv auf Aviäre Influenza (Geflügelpest) vom Subtyp H5 getestet.

Zur weiteren Differenzierung wurde das Probenmaterial an das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) weitergeleitet. Ein abschließendes Ergebnis steht derzeit noch aus.

Das Friedrich-Loeffler-Institut bewertet aktuell das Risiko der Ausbreitung von HPAI-H5 in Wildvogelbeständen, den Eintrag in Geflügelhaltungen sowie mögliche Sekundärausbrüche weiterhin als hoch. Seit Herbst 2025 kam es in Europa und Deutschland zu einem starken Anstieg der HPAIV H5N1 Nachweise bei Geflügel und Wildvögeln, der im November seinen Höhepunkt erreichte. Im seit März 2026 sind die Zahlen von Ausbrüchen bei Geflügel und Fallzahlen bei Wildvögeln leicht gesunken. In Deutschland wurden 16 Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln sowie 449 Infektionen bei Wildvögeln gemeldet, gegenüber 29 Geflügelpestausbrüchen und 659 infiziert gemeldeten Wildvögeln im Vormonat (Februar 2026). Auch europaweit bewegte sich die Zahl der Ausbrüche und Fälle nur wenig unterhalb des Niveaus der Vormonate.

Geflügelhaltende sind weiterhin verpflichtet, alle Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten und ungewöhnliche Tierverluste sofort zu melden. Tot aufgefundene Wildvögel sollen nicht berührt oder umgesetzt werden.

Bitte melden Sie Funde umgehend dem Amt für Verbraucherschutz und Gesundheit, damit eine sichere Bergung erfolgen kann.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel