Wenn Sie beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise kinder- und jugendnah tätig sind oder werden sollen, benötigen Sie ein erweitertes Führungszeugnis.
Das erweiterte Führungszeugnis soll die Beschäftigung von einschlägig vorbestraften Bewerberinnen und Bewerbern in sensiblen Bereichen verhindern. Dazu zählen beispielsweise Tätigkeiten als
In das erweiterte Führungszeugnis werden Verurteilungen aufgenommen, die nicht im normalen Führungszeugnis stehen, weil diese z.B. nicht mit mehr als 90 Tagessätzen Geldstrafe ausgeurteilt wurden. Die Erweiterung bezieht sich dabei nur auf Sexualdelikte und auf kinder- und jugendbezogene Delikte wie »Misshandlung von Schutzbefohlenen« oder »Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht«.
o die Prüfung der persönlichen Eignung nach § 72a Sozialgesetzbuch - Achtes Buch (SGB VIII),
o eine sonstige berufliche oder ehrenamtliche Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung Minderjähriger oder
o eine Tätigkeit, die in einer vergleichbaren Weise geeignet ist, Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen.
Die Zuständigkeit liegt bei der Gemeinde und der Stadt.
Den Antrag müssen Sie persönlich bei der zuständigen Stelle stellen. Der Antrag kann auch von einem gesetzlichen Vertreter (z.B. die Eltern für Minderjährige) gestellt werden. Die Bevollmächtigung einer anderen Person ist nicht möglich.