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Schutz vor Borreliose

Der Altmarkkreis Salzwedel weist auf die weiterhin bestehende Gefahr durch Zeckenstiche hin. Die sogenannte Zeckenzeit reicht in der Regel von März bis Oktober. Zecken können jedoch bei entsprechend milden Temperaturen ganzjährig aktiv sein.

Zecken können verschiedene Krankheitserreger übertragen. Zu den für den Menschen bedeutsamen Erkrankungen zählen insbesondere Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Eine Borreliose kann sich unter anderem durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Abgeschlagenheit bemerkbar machen. Ein charakteristisches Anzeichen kann die sogenannte Wanderröte (Erythema migrans) sein. Dabei entsteht einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich eine sich zunehmend ausbreitende, häufig ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle. Eine solche Hautveränderung sollte ärztlich abgeklärt werden. Unbehandelt kann eine Borreliose im weiteren Verlauf unter anderem das Nervensystem, die Gelenke oder das Herz betreffen.

Eine FSME-Infektion beginnt häufig mit grippeähnlichen Beschwerden. Bei einem Teil der Erkrankten kann es im weiteren Verlauf zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute kommen. Schwere Krankheitsverläufe können mit länger anhaltenden neurologischen Beschwerden verbunden sein. Eine Impfung beim Hausarzt kann vor schweren FSME-Verläufen schützen und wird insbesondere für Personen empfohlen, die sich in FSME-Risikogebieten oder regelmäßig im Freien aufhalten.

Für die laufende Saison hat der Altmarkkreis Salzwedel bislang 22 labordiagnostisch bestätigte, meldepflichtige Borreliose-Erkrankungen sowie eine labordiagnostisch bestätigte FSME-Erkrankung an das Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt. Die gemeldeten Erkrankungsfälle zeigen, dass Zecken-übertragene Infektionen auch in unserer Region eine relevante gesundheitliche Bedeutung haben.

Um das Risiko eines Zeckenstichs zu reduzieren, sollte bei Aufenthalten in Wäldern, Wiesen und dichtem Unterholz möglichst lange Kleidung getragen und gegebenenfalls ein geeignetes Zeckenschutzmittel verwendet werden. Nach Aufenthalten im Freien empfiehlt es sich, den Körper und die Kleidung gründlich auf Zecken abzusuchen. Festgesaugte Zecken sollten möglichst zeitnah und sachgerecht entfernt werden.

Bei gesundheitlichen Beschwerden nach einem Zeckenstich oder bei einer sich ausbreitenden Hautrötung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Quelle: Altmarkkreis Salzwedel