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Sanierung des Stadions nähert sich dem Ende

Es ist unübersehbar: im Werner-Seelenbinder-Stadion ist einiges investiert worden. Der Kampfrichterturm ist saniert, der vorhandene Sozialtrakt auf der anderen Seite des Stadions erhielt ein neues Dach und auch der Giebel erstrahlt in neuem weißem Glanz. Dort wird übrigens noch ein Graffiti aufgebracht, welches dann weithin sichtbar die sportlichen Angebote symbolisiert, die durch Vereine und Initiativen angeboten werden können.

Eines der größten Vorhaben ist ebenfalls so gut wie fertiggestellt: das Haus der Vereine. Das sich einst dort befindliche Gebäude ist abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt worden. „Wir haben eine sehr gute Auslastung“, konnte Heike Treichel vom Fachbereich Bauen und Liegenschaften feststellen. Drei Vereine haben dort bereits ihre Räumlichkeiten: die Kraftsportler vom SV Eintracht, der Anglerverein Salzwedel, und der TSV Jahn. Beheizt wird das Gebäude mittels Wärmepumpe, Strom erzeugt eine PV-Anlage auf dem Dach.

Im Haus der Vereine wurde der Eingangsbereich so gestaltet, dass die Toiletten durch eine Innentür vom Rest des Gebäudes getrennt genutzt werden können. „So kann beispielsweise bei Veranstaltungen der Toilettenbereich genutzt werden“, verdeutlicht Treichel.

Zur Erinnerung: Die Sanierungsarbeiten im Werner-Seelenbinder-Stadion wurden Anfang 2024 begonnen. Beginn war der neue Kunstrasenplatz, der CO²-neutral produziert wurde und auf eine Fläche von 6.760 Quadratmetern aufgebracht worden war. Rund um den Platz stehen Fluchtlichtanlagen, die auch einen Spielbetrieb in den Abendstunden ermöglichen. Die Gesamtkosten für den Kunstrasen (Material, Bodenvorbereitung, Aufbringung des Rasens, die Flutlichtanlage und was dazu gehört, betragen 892.500 Euro.

2025 wurde dann das Haus der Vereine abgerissen, da eine Sanierung unwirtschaftlich war. Der Neubau des Kampfrichterturms ist ebenfalls 2025 begonnen worden, ungefähr in der Jahresmitte. Das Schleppdach des Kampfrichterturms wurde erneuert und wird nun mit drei Säulen stabilisiert, auch in diesem Gebäude ist nun eine Wärmepumpe installiert.

Der Sozialtrakt neben dem Haus der Vereine bleibt erhalten, dort ist aber das komplette Dach saniert und wie eingangs erwähnt der Giebel erneuert worden. Auf dem Programm steht weiter noch der Sanitärbereich für die Kampfrichter, der erneuert wird.

Neben den angesprochenen Sanierungsvorhaben und Neubauten an den Gebäuden und dem Kunstrasenplatz wurde auch die Tartanbahn ausgebessert und beispielsweise der Zugang zum Kampfrichterturm barrierefrei gestaltet.

Salzwedels Bürgermeister Olaf Meining sah sich gemeinsam mit der zuständigen Mitarbeiterin aus dem Bereich Bauen und Liegenschaften, Heike Treichel, am Donnerstag im Stadion um. Dabei wurden die Gebäude in Augenschein genommen, der Rasenplatz begutachtet und auch der Stand der Dinge besprochen.

„Super“, war die spontane Reaktion des Bürgermeisters auf die umgesetzten Arbeiten und den Eindruck, welches das Haus der Vereine auf ihn machte. „Das ist richtig gut geworden“, freute sich Meining über das Ergebnis der 2024 begonnenen Sanierungsarbeiten. Heike Treichel dankte ausdrücklich den beteiligten Firmen und Planern – „eine so gute Zusammenarbeit und Ausführung ist nicht selbstverständlich“, machte sie deutlich.

Die Sanierung des Werner-Seelenbinder-Stadions wird zu 90 Prozent durch das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ gefördert.  Die Förderung durch das Bundesprogramm beträgt bis zu 1.993.500 Euro. Die Hansestadt steuert rund 221.500 Euro an Eigenmitteln bei. Der Umfang der gesamten Maßnahme beträgt insgesamt 2.215.000 Euro.

Die Hansestadt hatte bereits 2021 auf den baldigen Beginn der Maßnahme gehofft. Doch durch den Fördermittelgeber verschob sich die Sanierung immer wieder und konnte schlussendlich 2024 beginnen.

Die Vereine nutzen das Stadion bereits, so ist die Laufgruppe bereits auf der Tartanbahn unterwegs und auch die Leichtathletiker werden demnächst wieder ihre Übungseinheiten durchführen. Auch die Fußballer trainieren bereits seit Jahresanfang wieder im Stadion. „Auch hier läuft die Zusammenarbeit sehr gut, die Einschränkungen während der Bauarbeiten wurden gut überbrückt“, lobt Heike Treichel.

Bürgermeister Olaf Meining ist dankbar, dass durch die Förderung finanziell einiges ermöglicht wurde. Doch natürlich war es für die Hansestadt Salzwedel dennoch ein Kraftakt. Der sich gelohnt hat, wie er mehrfach betonte.

Schlussendlich ist also die Sanierung des Werner-Seelenbinder-Stadions so gut wie abgeschlossen, es stehen nun noch kleinere Restarbeiten auf dem Plan. „Neue Papierkörbe kommen noch“, schmunzelte Heike Treichel, als sie die noch anstehenden Dinge aufzählte.

Übrigens: auf dem gesamten Stadiongelände wird das Schwammstadtprinzip angewandt. Das Regenwasser versickert auf dem Gelände und wird nicht, wie früher üblich, abgeführt. Auch das sorgt für eine bessere Regulierung des Grundwassers.